Getränke Damke
 
 
Mehrweg stärkt die regionale Wirtschaft. alt
Im Getränkeeinzelhandel liegt die Mehrwegquote durchschnittlich noch höher als 90 Prozent.

„Mehrwegorientierte Abfüller und Händler tragen maßgeblich zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe bei und sichern regionale Arbeitsplätze
“, sagte Sepp Gail, Vorsitzender des Verbandes des Deutschen Getränke-Einzelhandels.

Der von den Discountern geprägte Trend zur Plastik Einwegverpackung sorge jedoch seit Jahren für eine massive Verdrängung der Mehrwegflaschen – mit dramatischen Folgen für mehrwegorientierte klein- und mittelständische Abfüller und den Getränkehandel.

Gail: „Für die Abfüllung und den Vertrieb von Einweg über die Discounter werden bis zu 80 Prozent weniger Arbeitsplätze benötigt als beim mittelständisch geprägten Mehrwegsystem“.

Die Umstellung auf Einwegflaschen in einigen wenigen Großbetrieben habe den Verlust eines Großteils der 160.000 regionalen Arbeitsplätze in der Getränkewirtschaft zur Folge. Glasmehrwegflaschen seien unverändert das ökologisch und auch qualitativ beste Verpackungssystem. Es sei gleichzeitig die Lebensversicherung für mehr als 1.300 regionale Brauereien, Saftkeltereien und Mineralbrunnen, die für die weltweit einzigartige Getränkevielfalt in Deutschland stünden.

Mehrweg hilft dabei die Umwelt zu entlasten.
Würden allein die rund 21 Milliarden Liter alkoholfreie Getränke, die in Deutschland jährlich konsumiert werden, ausschließlich in Mehrwegflaschen abgefüllt, würde das die Atmosphäre im Vergleich zur Abfüllung in Einwegverpackungen um jährlich 1,25 Millionen Tonnen CO2 entlasten, rechnete Resch vor.
Das entspräche dem jährlichen CO2-Ausstoß von rund 575.000 Mittelklasseautos (15.000 Km/Jahr).

Hintergrund:
Durch häufige Wiederbefüllung und kurze Transportstrecken von Mehrwegflaschen werden z.B. bei Mineralwasser in Mehrwegflaschen nur 50 bis 60 Prozent des Klimakillers CO2 erzeugt wie bei Wasser in Einwegflaschen aus Plastik.
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Ökobilanz des Heidelberger Ifeu-Instituts.

1.000 Liter Mineralwasser in Glasmehrwegflaschen verursachen 84 Kilogramm CO2-Emissionen; die gleiche Menge in Einwegflaschen aus Plastik emittiert 139 Kilogramm. Während Einwegflaschen jedes Mal neu und energieintensiv hergestellt werden müssen, werden die umweltfreundlichen Mehrwegflaschen aus Glas durchschnittlich über 50 mal wieder befüllt und können anschließend vollständig recycelt werden.
So ersetzt z.B. ein einziger Mineralwasserkasten mit zwölf Mehrwegglasflaschen (0,75 Liter), die 53 Mal wiederbefüllt werden, 320 PET-Einwegflaschen (1,5 Liter).

Ein Großteil der Mehrwegprodukte wird ausschließlich regional – oft im Umkreis von weniger als 60 km – verkauft.
Im Durchschnitt wird Mineralwasser in Mehrwegflaschen rund 260 Kilometer bis zum Endkunden transportiert; Mineralwasser in Plastik-Einwegflaschen legt mit mehr als 480 Kilometern fast die doppelte Strecke zurück.

Deshalb gibt es bei uns für Bier und alkoholfreie Getränke hauptsächlich Mehrwegflaschen – wir tun der Umwelt Gutes.

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